John Katzenbach: Der Patient


Am Abend seines 53. Geburtstages erhält der Psychiater Frederick Starks einen anonymen Brief, unterzeichnet mit dem Namen Rumpelstilzchen. Es ist die Einladung zu einem makaberen Spiel. 15 Tage hat er Zeit, Rumpelstilzchens wahren Namen herauszufinden. Gelingt ihm das nicht, werden seine Familienangehörigen sterben, einer nach dem anderen. Oder er gibt auf und opfert sein eigenes Leben.

Die Grundidee und die Anknüpfung an das Märchen der Gebrüder Grimm finde ich schon mal klasse. Die Geschichte ist ausgesprochen spannend und gut konstruiert. Die allmähliche Auflösung eines sicher geglaubten Lebens, in dem nichts mehr ist, wie es mal war und man niemanden mehr trauen kann, ist sehr überzeugend dargestellt und fesselt einen komplett an dieses Buch. Ich hätte jetzt gerne auch originell geschrieben, denn die Idee ist wirklich gut, nur leider kommen viele Elemente des Buches auch in dem Film ‚The Game‘ vor und das wirkt dann schon etwas abgekupfert. Nun hat der Autor die Geschichte in einen anderen Rahmen gestellt und im zweiten Teil auch etwas ganz Eigenes reingebracht, in dem das Opfer den Spieß umdreht und selbst zum Jäger wird. Und der Film ist einfach mal großartig, so dass es mich letztlich nicht so sehr gestört hat, dass Katzenbach sich hier an der einen oder anderen Stelle bedient hat. Er hat einen super Thriller draus gemacht.

Bewertung: 4.5 von 5.

John Katzenbach: Der Patient. München: Knaur Taschenbuch Verlag, 2016 (Amerikanisches Original 2012)

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