Jussi Adler-Olsen: Opfer 2117


Die Frau aus dem Nahen Osten ist das 2117te Opfer auf der Tafel der Schande am Strand von Barcelona, die die Zahl der im Mittelmeer ertrunkenen Bootsflüchtlinge anzeigt. Nur es ist nicht irgendeine Frau, sie stand Kommissar Mørcks langjährigem Mitarbeiter Assad sehr nah und damit kommen all die Gespenster aus seiner Vergangenheit im Irak ans Licht. Und ein Widersacher, der seinen Tod will. Und noch viel mehr…


Diese Reihe gehört ja zu meinen liebsten und dieser Band gefällt mir auch wieder richtig gut, obwohl es thematisch etwas ganz anderes ist. Das Besondere ist hierbei nicht nur der politische Kontext, sondern auch, dass das Geheimnis rund um Assad, das ja die ganze Zeit im Raum stand, endlich gelüftet wird. Dass hier ein aktuelles zeitgeschichtliches Thema mit einigen Referenzen zum Terroranschlag in Berlin aufgegriffen wird, ist vielleicht nicht jedermanns Sache, weil es nicht dem typischen Muster entspricht. Ich fand es aber gut, auch mal eine andere Variante im Rahmen dieser Serie kennenzulernen und finde sie gut gelungen.
Obwohl hier mit viel Action aufgefahren wurde, hat mir der zweite Erzählstrang, in dem es um einen geplanten Amoklauf geht, fast besser gefallen. Das war für mich kompakter und fesselnder, obwohl sich die Haupthandlung auch auf einem hohen Spannungslevel bewegt.
Ansonsten hat dieser Band alles, was ich an dieser Serie so schätze: gut ausgearbeitete Story, authentische Charaktere mit Tiefgang und einen sehr flüssigen Schreibstil. Klare Leseempfehlung.

Bewertung: 4 von 5.

Jussi Adler-Olsen: Opfer 2117. München: dtv, 2019

2 Gedanken zu “Jussi Adler-Olsen: Opfer 2117

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