Sabine Thiesler: Der Keller

In dringenden Familienangelegenheiten muss die junge Lehrerin kurzfristig zu ihren Eltern in die Toskana fliegen. Auf ihrem Flug lernt sie einen sympathischen Deutschen kennen, der schon länger in Italien lebt. Da sich die Ankunft verzögert und Hannah am späten Abend Probleme hat, ihren Zielort zu erreichen, lädt sie der Fremde über Nacht in seinen Palazzo ein. Hannah nimmt das Angebot gerne an, denn der Fremde lebt dort mit seiner Frau und macht einen vertrauenserweckenden Eindruck.
Doch Hannah kommt am nächsten Tag nicht bei ihren Eltern an, es gibt fortan kein Lebenszeichen mehr von ihr. Und sie bleibt nicht die einzige junge Frau, die plötzlich in der Toskana spurlos verschwindet…

Diesem Thriller muss man positiv anrechnen, dass mich die Grundstory doch so fesseln konnte, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht und recht zügig durch das Buch gekommen bin. Der Schreibstil war angenehm flüssig und eingängig.
Aber die Story selbst fand ich ziemlich misslungen, weil sie für mich einen logischen Denkfehler hat, der sich umso negativer auswirkt, je mehr die Geschichte voranschreitet. Man könnte an solchen Stellen nun beide Augen zudrücken, solange man sich gut unterhalten fühlt, aber für mich sollte auch ein Thriller halbwegs logisch sein, vor allem wenn es um Grundannahmen geht, auf denen die ganze Story basiert.
Wenn es dann auch noch schwer kitschig wird, wie hier am Schluss, bin ich raus. Das war leider nicht so meins…

Bewertung: 1.5 von 5.

Sabine Thiesler: Der Keller. München: Heyne Verlag, 2019

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