Fred Vargas: Der Zorn der Einsiedlerin

Im Süden Frankreichs sterben mehrere ältere Männer, offenbar sind sie dem Biss einer Einsiedlerspinne zum Opfer gefallen. Nur reicht ihr Gift nicht aus, um einen Menschen zu töten und Kommissar Adamsberg wird schnell klar, dass er es hier mit einer minutiös geplanten Mordserie zu tun hat. Die Spur führt tief in die Vergangenheit zu einem Waisenhaus in Nimes, wo alles begann…

Tobias Gohlis von der ZEIT hat zu diesem Roman geschrieben, Vargas schreibt die spannendsten und schönsten Krimis in Europa und letzterem kann ich mich nur anschließen. Vargas kann ich aus diesem Grund auch allen empfehlen, die eigentlich keine Krimis mögen, denn man merkt hier stellenweise gar nicht, dass es überhaupt einer ist und zwar im positivsten Sinne. Die Geschichten und Figuren haben so eine Vielschichtigkeit und Tiefe, dass ihre Romane auch gut als anspruchsvolle Belletristik durchgehen könnten. Zudem wählt sie gerne gut recherchierte historische Motive in ihren Fällen, was ganz einfach daran liegt, dass sie ausgebildete Archäologin und Historikerin ist. Das macht ihre Romane ausgesprochen lesenswert, so auch diesen, der mich mit dem Motiv der Rache und dem ausgeklügelten Modus Operandi in sehr angenehmer Weise an ihren Roman ‚Fliehe weit und schnell‘ erinnert, der für mich ihr bester ist. Eine spannender und gut erzählter Krimi auf hohem Niveau. Ganz klare Leseempfehlung 👌

Bewertung: 4.5 von 5.

Fred Vargas: Der Zorn der Einsiedlerin. München: Limes Verlag, 2018 (Französisches Original 2017)

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