Romy Hausmann: Liebeskind

Eine Frau in einer fensterlosen Hütte, dort gefangen seit vierzehn Jahren. In der Zeit hat sie ihrem Peiniger zwei Kinder geboren. Doch dann gelingt ihr die Flucht…
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Schon mal vorab, die Euphorie um diesen Thriller kann ich nicht so ganz teilen. Es ist auf jeden Fall ein lesenswertes Buch: es ist spannend, stilistisch mit den verschiedenen Erzählperspektiven gut gemacht und gerade die Schilderungen aus der Sicht der Tochter gehen wirklich unter die Haut. Auch die Geschichte in sich ist stimmig. Und doch konnte sie mich in der Gesamtheit nicht völlig überzeugen. Ich fand alles eine Spur zu dick aufgetragen, die Charaktere zu eindimensional, was vor allem an der Figur des Vaters unangenehm aufgefallen ist.
Also eine zwiespältige Einschätzung und bei der Entscheidung, wie viele Sterne ich hier vergebe, haben schließlich die letzten zwei Seiten den Ausschlag gegeben, denn die sind einfach ganz großartig und allein dafür hat das Buch doch noch eine passable Bewertung verdient.

Bewertung: 3.5 von 5.

Romy Hausmann: Liebeskind. München: dtv, 2019

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