Michael Tsokos: Abgefackelt

Da Paul Herzfeld die traumatischen Erlebnisse seines letzten Falls noch in den Gliedern stecken, wird er vorübergehend auf einen ruhigeren Posten in einer pathologischen Abteilung in Itzehoe versetzt.
Doch die Umstände des vermeintlichen Suizids seines Vorgängers geben Rätsel auf, ebenso wie das Verschwinden sämtlicher Unterlagen und Patientenakten des Mediziners. Herzfeld beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen und begibt sich ein weiteres Mal in tödliche Gefahr.

Zugegeben, Story und Motiv sind nicht neu. Auch die Verfolgungsjagd aus der Luft im Maisfeld hat es bei Hitchcock schon gegeben. Aber all das stört mich gar nicht, wenn es gut gemacht ist. Und das ist es.
Mir gefallen die Herzfeld-Thriller deutlich besser als die um Fred Abel, was vielleicht auch am Co-Autor liegen mag. Das war eine runde Sache, in sich stimmig und durchweg spannend. Ich war sehr schnell durch, wozu auch die angenehm kurzen Kapitel und diversen Cliffhanger beigetragen haben. Man wollte einfach ständig wissen, wie’s weitergeht und das ist ja schon mal die halbe Miete bei einem Thriller. Und was ich bei Tsokos so liebe, Rechtsmedizin aus erster Hand, kam auch nicht zu kurz. Für mich einer der Besten von Tsokos bisher.

Bewertung: 4 von 5.

Michael Tsokos: Abgefackelt. München: Droemer Knaur, 2020

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