Simon Beckett: Der Hof

Ein abgelegener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß. In der Scheune liegt der Engländer Sean mit zerfetztem Fuß, er ist auf der Flucht und dabei in eine Eisenfalle getreten. Aufgestellt von dem seltsamen Eigenbrötler Arnaud, auf dessen Hof er sich nun befindet und ihn aus eigener Kraft nicht verlassen kann. Und ihm wird schnell klar, Arnaud und die anderen Bewohner des alten Gemäuers haben etwas zu verbergen…

Wie eigentlich in allen seiner Bücher stellt Beckett hier wieder unter Beweis, dass er sein Handwerk versteht, nämlich eine sehr dichte Atmosphäre entstehen zu lassen. Das Leben auf diesem abgelegenen Bauernhof in der brütenden Hitze kann man sich sehr plastisch vorstellen, man hört förmlich die Äste knacken. Dazu kommt das seltsame Verhalten der Bewohner, die eine latent gruselige Stimmung erzeugt. Auch weckt der verletzte Engländer, der weg will, aber nicht kann, Erinnerungen an Stephen Kings SIE (oder Misery in der Filmvariante).
Insgesamt ein atmosphärisch dichtes und spannendes Buch, das in jedem Fall lesenswert ist. Ich finde aber, dass zum Ende hin das Potential der Handlung nicht ganz ausgeschöpft wurde. Da wäre noch mehr drin gewesen!

Bewertung: 4 von 5.

Simon Beckett: Der Hof. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag, 2015 (Eng. Original 2014)

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