Volker Kutscher: Goldstein

Den Inhalt dieses dritten Bandes der Gedeon Rath-Reihe wiederzugeben ist gar nicht so einfach, denn das sind mehrere Stories in einer. Zum einen gibt es den US-Gangster Goldstein, der in Berlin sein Unwesen treibt und dem Rath auf den Fersen ist. Zum anderen ist da der Fall rund um die junge, obdachlose Kaudhausdiebin Alex, deren Komplize Benny Opfer eines skrupellosen Polizisten wird. Und nicht zu vergessen, die höchst konfliktträchtige Beziehung zwischen Rath und Charly…

Um es gleich vorab zu sagen, für mich war es der schwächste von den bisherigen Bänden. Was nicht heißt, dass er schlecht ist. Ich finde die Zeit und die Idee, auf dieser Kulisse Kriminalfälle zu konstruieren, nach wie vor extrem reizvoll und lese die Reihe wirklich gerne. Das liegt vor allem an dem genau recherchierten geschichtlichen Hintergrund, der ein sehr anschauliches Bild dieser Zeit entwirft.
Störend fand ich an diesem Band, dass zu viele Handlungsstränge zu lange nebeneinander herlaufen und in meinem Gefühl sehr schleppend vorankamen. Auch wenn die einzelnen Erzählstränge an sich nicht uninteressant waren, zog sich das zu sehr in die Länge. Ein paar Seiten weniger hätten diesem Band gut getan. Ich hätte einen roten Faden auch angenehmer gefunden als die vielen losen Enden. Das hat für mich den Lesefluss beeinträchtigt.

Bewertung: 3.5 von 5.

Volker Kutscher: Goldstein. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2011

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