Volker Kutscher: Die Akte Vaterland

1932: Kommissar Rath ist in diesem Band mit einer mysteriösen Mordserie konfrontiert. Seine Ermittlungen führen ihn ins ländliche Masuren, einen Ort mit einer offensichtlich dunklen Vergangenheit und beunruhigenden Zukunft, denn die Nationalsozialisten sind hier auf dem Vormarsch. Aber auch in Berlin spitzen sich die politischen Konflikte langsam zu.

Was mich drei Bände lang begeistert hat, tut es auch hier: der zeitgeschichtliche Hintergrund, der die Kulisse der Kriminalfälle bildet. Das ist erneut sehr anschaulich herausgearbeitet worden und macht das Besondere dieser Serie aus. Und das ist wahrlich eine besonders ereignisreiche Zeit in der deutschen Geschichte.
In diesem Band fand ich auch den Kriminalfall sehr gut gelungen, der war für mich spannender und stringenter als bei den Vorgängern. Auch hat mir die Ermittlungsarbeit im fernen Masuren gut gefallen. Das andere Setting bringt nochmal einen neuen Reiz rein und sorgt dafür, dass kein erzählerischer Gewöhnungseffekt einstellt. Auch tut die Entzerrung der Liebesgeschichte der Serie gut, denn auch die ist für Raths Aufenthalt in Masuren vorübergehend auf Sparflamme. Für mich der beste Rath bisher.

Bewertung: 4.5 von 5.

Volker Kutscher: Die Akte Vaterland. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2012

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