Thees Uhlmann: Die Toten Hosen

Um ehrlich zu sein, habe ich auch nur dazu gegriffen, weil ich was kleines Handliches für zwischendurch brauchte. So richtig Lust hatte ich nicht auf das Buch, denn ich hatte die Geschichte der Band erwartet oder sowas ähnliches. Stand mir gerade nicht der Sinn nach.

Doch was ich dann lesen konnte, war so hundert Prozent meins, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte. Denn es geht gar nicht direkt um die Toten Hosen, sondern um Thees Uhlmanns Erlebnissen mit den Toten Hosen und gerade in den Schilderungen aus seiner Jugendzeit konnte ich mich sehr wiederfinden. Das macht sowas von Spaß zu lesen, denn plötzlich sieht man sich wieder als Teenie auf einem Tote Hosen Konzert herumspringen und lauthals mitgrölen. Hinterher ist man glücklich, heiser und nass von mindestens drei Bierduschen.

Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich kein wirklicher Fan dieser Band bin. Ich mochte als Jugendliche die ersten beiden Alben sehr, alles weitere war dann nicht mehr so meins. Aber als Liveband gehören sie für mich nach wie vor zu den ganz Großen. Welch ein magischer Moment, als Campino vor ca. 8 Jahren in der Berliner Waldbühne das Bühnengerüst hochklettert und von ganz oben auf das Publikum heruntersingt. Und alle singen mit, Gänsehaut pur…

Von Momenten wie diesem handelt dieses Buch und noch von viel mehr. Dazu ist es ausgesprochen gut geschrieben, voller Sprachwitz und Ironie und als wenn das noch nicht genug wäre, gibt es zwischendurch noch ein paar kluge Gedanken..

Sehr lesenswert!

Thees Uhlmann: Die Toten Hosen. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2019

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