Yrsa Sigurdardottir: SOG

Nachdem Kommissar Huldar nach seinem letzten beruflichen Fauxpas degradiert wurde, muss er sich mit einem zunächst belanglos wirkenden Fall beschäftigen. In einem zwölf Jahre alten Brief kündigt ein Jugendlicher eine Reihe zukünftiger Morde an und nennt die Initialen der Opfer. Die Zeit ihres Todes ist nun gekommen.
Dass es sich dabei nicht um einen Dumme-Jungen-Streich handelt, wird spätestens dann klar, als die erste grausam zugerichtete Leiche entdeckt wird…

Die Story geht schon mal richtig gut los, in sehr unheimlich-beklemmender Stimmung – davon hätte ich gerne mehr gehabt, nur leider wird das erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen. Dazwischen gibt’s jede Menge Ermittlungsarbeit, die jetzt zwar nicht ein Feuerwerk der Spannung abgebrannt hat, aber doch so viel, dass ich konstant bei der Sache war und unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Die Story war plausibel und gut konstruiert, wenn auch nicht außergewöhnlich originell. Ich muss aber sagen, dass ich nach meinen letzten Thrillern mit gefühlt hundert überraschenden und zum Teil hahnebüchenden Wendungen froh war, mal was ganz Solides zu lesen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und das Ermittlerteam finde ich trotz der privaten Irrungen und Wirrungen durchweg sympathisch.
Ich mag auch den ruhigen und unaufgeregten Erzählstil der Autorin sehr.
Also mir hat’s gut gefallen.

Bewertung: 4 von 5.

Yrsa Sigurdardottir: SOG. München: btb Verlag, 2017

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