Volker Kutscher: Lunapark

Berlin 1934: Die Nazis bauen ihre erlangte Machtposition weiter aus und die SA verbreitet Angst und Schrecken in der Stadt. Andersdenkende werden zu Tausenden verschleppt und grausam zugerichtet.
In dieser Atmosphäre der Angst wird auf offener ein toter SA-Mann gefunden. Eine kommunistische Parole an der Mauer deutet auf einen politischen Mord hin.
Kommissar Rath vermutet jedoch einen anderen Hintergrund und ermittelt ein weiteres Mal auf eigene Faust…

Wenn ich nicht sowieso schon begeistert wäre von der Serie, ich wäre es spätestens jetzt.
Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag und ähnliche haarsträubende Szenen ziehen sich durch das ganze Buch.
Nun gibt es auch hier wie in jedem Band einen Kriminalfall zu lösen, aber im Mittelpunkt des Geschehens stehen ganz klar die politischen Verhältnisse im Land und die sind von Kutscher ein weiteres Mal meisterhaft eingefangen worden.
Das ist absolut fesselnd, gleichzeitig aber auch sehr beklemmend und stellenweise nicht einfach zu lesen. Die Atmosphäre der Angst und Ohnmacht lässt sich förmlich mit Händen greifen.
Die Fortsetzung folgt auf dem Fuße. Dem Titel nach wird Gangsterboss Marlow hierbei eine tragende Rolle spielen, der schon in diesem Band seine charmante Maske abgelegt hatte. Man darf gespannt sein…

Bewertung: 4.5 von 5.

Volker Kutscher: Lunapark. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2016

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