Matthias Edvardsson: Die Lüge

Sie sind eine harmonische Familie in einer beschaulichen schwedischen Kleinstadt: der Pfarrer Adam, seine Frau Ulrika und die 19jährige Tochter Stella. Doch dann gerät die vermeintliche Familienidylle aus den Fugen, als ein älterer Geschäftsmann erstochen aufgefunden wird. Als dringend tatverdächtig verhaftet wird die Tochter und für die Eltern stellt sich die Frage: Wie gut kenne ich mein Kind und wie weit bin ich bereit zu gehen, um es zu schützen.

Dieses Buch war für mich eine Neuentdeckung, denn diesen Autor kannte ich bisher noch, bin aber doch sehr angetan.
Das ist ein solider und durchweg spannender Krimi, der jedoch nicht von der Action, sondern der geschickt inszenierten Erzählung und den starken Charakteren lebt.
Die Geschichte ist in drei Abschnitte unterteilt: Vater, Tochter, Mutter. Diese berichten aus ihrer Perspektive über die Geschehnisse rund um den Mord und dadurch konstruiert sich die Geschichte. Das ist erzählerisch gut gemacht und dicht an den Personen dran, die dadurch sehr authentisch werden.
Besonders gut hat mit die Schilderung des Vaters gefallen, die für einen Krimi einen außergewöhnlichen Tiefgang hat.
Die Geschichte selbst ist in sich stimmig, auch wenn mich das Ende etwas enttäuscht hat.
Trotzdem ein Autor, den man sich merken sollte.

Bewertung: 3.5 von 5.

Matthias Edvardsson: Die Lüge. München: Limes Verlag, 2019 (Original 2018)

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