Jahreshighlights 2021 – Thriller / Krimi

Die besten Fünf in der Kategorie Thriller / Krimi sind:

Vorab muss ich sagen, dass mein Lesejahr in Sachen Krimi und Thriller insgesamt nicht so stark war. Da war die Auswahl zwischen den wirklich hervorstechenden Büchern nicht ganz so groß.

Bester Thriller in diesem Jahr ist für mich:

📚 Jérôme Loubry: Der Erlkönig

Dicht gefolgt von zwei Bänden der ausgesprochen guten Babylon Berlin – Krimireihe:
📚 Volker Kutscher: Lunapark
📚 Volker Kutscher: Olympia

Ebenfalls in die Top Five geschafft haben es
📚 Søren Sveistrup: Der Kastanienmann
📚 Jo Nesbø: Durst

Deutscher Buchpreis 2021 – Ein Rückblick

Vor einigen Tagen habe ich mein letztes Buch der zwanzig Nominierten gelesen und bin selber ein bisschen erstaunt, dass es ganze 11 Bücher geworden sind. Und es sind sogar alle Titel der Shortlist dabei. Allerdings war ich von der diesjährigen Auswahl nur mäßig begeistert, um es mal vorsichtig auszudrücken. Auch mit dem Siegertitel konnte ich mich nicht anfreunden.

Von der Shortlist am besten gefallen hat mir:
📚 Christian Kracht: Eurotrash 🌟 4

Tja und das war’s dann auch schon… alle anderen Titel fand ich zwiespätig bis hin zu regelrecht ärgerlich:
📚 Norbert Gstrein: Der zweite Jakob 🌟 3
📚 Antje Ravik Strubel: Blaue Frau 🌟 2,5
📚 Monika Helfer: Vati 🌟 2,5
📚 Mithu Sanyal: Identitti 🌟 2
📚 Thomas Kunst: Zandschower Klinken 🌟 1

Mein persönliches Highlight war daher auch von der Longlist:
📚 Heinz Strunk: Es ist immer so schön mit dir 🌟 4,5

Ganz gut gefallen hat mir auch:
📚 Henning Ahrens: Mitgift 🌟 3,5
📚 Dana Grigorcea: Die nicht sterben 🌟 3,5

Nicht überzeugen konnte mich:
📚 Shida Bazyar: Drei Kameradinnen🌟 2
📚 Gert Loschütz: Besichtigung eines Unglücks 🌟 1,5

Unschwer erkennbar war für mich der Buchpreis in diesem Jahr wenig erfreulich. Viele Nominierungen konnte ich schlichtweg nicht nachvollziehen, vor allem da es andere – deutlich bessere – Bücher, noch nicht mal auf die Liste der zwanzig Nominierten geschafft haben. Ich muss das jetzt erstmal verdauen, aber ich denke, dass ich in Zukunft mehr Abstand zu diesem Preis und seinen Büchern halten werde.

Isabel Allende: Das Geisterhaus

Ein höchst ungleiches Paar bildet den Eckpfeiler dieser umfangreichen Familiensaga. Da ist die sanftmütige, der Welt entrückte Clara, die mit Geistern spricht und über telepathische Fähigkeiten verfügt. Und als Gegenstück der Patriarch Esteban, ein ehrgeiziger Großgrundbesitzer, zutiefst konservativ, engstirnig und jähzornig.
Der Leser begleitet ihre Familie durch die Jahrzehnte vor dem Hintergrund der chilenischen Geschichte. Dem Aufstieg und Fall des Sozialismus und dem Militärputsch 1973, der Jahre des Terrors einläutet.

Ich hatte das Buch zum ersten Mal kurz vor dem Abitur gelesen und hatte neben vielen diffusen nur eine wesentliche Erinnerung: Dass es mir ausgesprochen gut gefallen hat.
Nun ist seitdem einige Zeit ins Land gegangen, mein abschließendes Fazit nach diesem reread ist aber nahezu identisch: ein großartiges Buch!
Ich mochte von Beginn an den bildhaften Erzählstil und die detaillierten Beschreibungen, die mich sofort in den Mikrokosmos dieser Familie versetzt haben. Wahrscheinlich hätte ich noch weitere 900 Seiten lesen können und nicht umsonst ging es allen aus unserer Leserunde so, dass sie gerne gewusst hätten, wie es mit Enkelin Alba weitergeht.
Ein Buch, dass mich nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich völlig in den Bann gezogen hat.
Das war eine literarisch eingebettete Geschichtsstunde aus erster Hand, handelt es sich doch bei Isabel Allende um eine regimekritische und politisch engagierte Journalistin und Verwandte Salvador Allendes. Auch wenn gerade die Gewaltszenen am Schluss nicht immer leicht zu verdauen waren, fand ich es wichtig, diese Einblicke in den berüchtigten Folterstaat zu bekommen.
Absolut gelungen war für mich auch die Herausarbeitung der Figuren. Jedes für sich ein Charakterporträt, das plastisch vor einem steht. Manche sind einem sehr nah, wie mir Clara; von manchen fühlt man sich zutiefst abgestoßen, wie beispielsweise vom jungen Esteban. Für mich waren die Charaktere in diesem Buch sehr greifbar und haben vieles an der Kraft erzeugt, die diese Geschichte ausmacht.

Bewertung: 5 von 5.

Isabel Allende: Das Geisterhaus. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag, 1984 (span. Original 1982)

Ausgelesen: August 2021

Mein kleiner Bücherturm im AUGUST…

Diesen Monat hab ich vergleichsweise wenig gelesen, weil ich viel anderes zu tun hatte. Dafür ist es eine bunte Mischung aus alt und neu, gut und.. naja..
Fast alle Bücher hab ich in Buddyreads oder Leserunden gelesen. Daher allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön an der Stelle!

Meine Highlights des Monats sind eine Neuerscheinung und ein reread:
📚 Alex Schulman: Die Überlebenden 🌟 4,5/5
📚 Isabel Allende: Das Geisterhaus 🌟 4,5/5

Und ein Thriller Highlight war auch noch dabei:
📚 Jo Nesbø: 🌟 Durst 4,5/5
.
Auch gut gefallen hat mir der True Crime Band der ZEIT-Redaktion:
📚 Sabine Rückert: Verbrechen 🌟 4/5
.
Leider enttäuschend war für mich die Lektüre eines Autors, den ich eigentlich sehr schätze:
📚 Max Frisch: Homo faber 🌟 3/5

Flop des Monats:
📚 Bernhard Aichner: Totenhaus 🌟 1,5/5

Als Buch des Monats könnte ich meine beiden Highlights nehmen, denn beide haben einen Sonderplatz verdient. Allende werde ich allerdings im September als Klassiker des Monats vorstellen, von daher hat Alex Schulmans ‚Die Überlebenden‘ das Rennen gemacht.

Beim Klassiker des Monats ging es mir ähnlich, wie mit dem Steppenwolf. Er hat mich nicht wirklich überzeugt, aber gehört zu den bekanntesten Romanen von Max Frisch und sollte daher schon gelesen sein.

Ausgelesen: Juli 2021

Mit 11 Büchern ganz ordentlich, aber ich hatte auch Urlaub.
Ein bisschen stolz bin ich, dass ich gleich sechs Bücher vom berühmt-berüchtigten SuB – dem Stapel ungelesener Bücher – geschafft habe.

Lesehighlight waren für mich auch zwei Bücher, die schon länger im Regal stehen. Also noch ein Grund, mal mehr Bücher vom SuB zu lesen:

📚 A. Szczypiorski: Die schöne Frau Seidenmann 🌟 4,5/5
📚 W. Herrndorf: Tschick 🌟 4,5/5
.
Sehr gerne gelesen hab ich auch:
📚 M. Harrison: Vom Ende eines Sommers 🌟 4/5
📚 J. Zeh: Unter Leuten 🌟 4/5
📚 T. Voss: Hundstage für Beck 🌟 4/5
.
Auch gerne gelesen, aber mit einigen Abstrichen habe ich:
📚 S. Beckett: Die Verlorenen 🌟 3,5/5
📚 Z. Bánk: Der Schwimmer 🌟 3,5/5
📚 J. London: Der Seewolf 🌟 3,5/5
📚 D. Glukhovsky: Metro 2033 🌟 3,5/5
📚 R. Boden: Rauschen 🌟 3,5/5
.
Nicht überzeugen konnte mich leider:
📚 Frank Goldammer: Juni 53 🌟 2/5

Mein Buch des Monats gehört Frau Seidenmann – ein ganz wichtiger Roman,der mir sehr nahe gegangen ist.

Der Klassiker des Monats ist Jack London gewidmet. Sein Seewolf hatte für mich Höhen und Tiefen, gehört aber zu seinen international bekanntesten Büchern und sollte daher auch hier seine Bühne bekommen.

Ausgelesen: Juni 2021

Eine Handvoll Buch im Juni… naja, nicht ganz… eins ist nicht auf dem Foto, weil es aus der Bücherei war.
Also, in diesem Monat mal ein bisschen weniger, dafür aber überwiegend sehr angenehme Lektüre.

Highlight war diesen Monat:
📚 Mariana Leky: Erste Hilfe 🌟 4,5/5

Dicht gefolgt von:
📚 Christian Kracht: Eurotrash 🌟 4,5/5

Ebenfalls gerne gelesen habe ich:
📚 Christian Kracht: Faserland 🌟 4/5
📚 Han Kang: Weiß 🌟 4/5
📚 Jessica Fellows: Die Schwestern von Midford Manor – Dunkle Zeiten 🌟 4/5

Nicht ganz erreichen konnte mich:
📚 Helga Schubert: Vom Aufstehen 🌟 3/5

Buch des Monats ist für mich mein Highlight von Mariana Leky – eine Autorin, die mir in ihrer speziellen Art immer unheimlich Spaß macht.

Einen Klassiker des Monats gibt es diesmal nicht, dazu habe ich diesen Monat zu wenig gelesen. Wertet es als Sommerpause.

Ausgelesen: Mai 2021

Mein Lesemonat MAI war ähnlich wie der April – analog zum Wetter wechselhaft, aber doch mit etwas mehr Sonnenschein…

So ein richtiges Highlight war nicht dabei, dafür aber eine ganze Reihe von Büchern, die ich sehr gerne gelesen habe:

📚 Mary Beth Keane: Wenn du mich heute wieder fragen würdest 🌟 4/5
📚 Judith Hermann: Daheim 🌟 4/5
📚 Sylvie Schenk: Roman d’amour 🌟 4/5
📚 Leonie Swann: Glennkill 🌟 4/5
📚 Bernhard Aichner: Totenfrau 🌟 4/5
📚 Haruki Murakami: 1Q84, Buch 3 🌟 4/5
📚 Florian Schwieker / Michael Tsokos: Die 7. Zeugin 🌟 4/5

Einigermaßen enttäuscht war ich bei:

📚 Hermann Hesse: Der Steppenwolf 🌟 2,5/5
📚 Verena Güntner: Power 🌟 2/5

Eindeutiger Flop des Monats:

📚 Stephen Chbosky: Der unsichtbare Freund 🌟 1,5/5

Als Buch des Monats habe ich den Murakami gewählt – für mich ein großartiger Autor. Nicht jedermanns Sache, aber in seiner speziellen Art ganz außergewöhnlich.

Der Klassiker des Monats ist Hesses Steppenwolf, der zu seinen bekanntesten Werken gehört. Mein Fall war es nicht, aber es hat durchaus viele Fürsprecher und kennen sollte man es allemal.

Stephen Chbosky: Der unsichtbare Freund

Auf der Flucht vor ihrem Exfreund zieht die alleinerziehende Kate mit ihrem siebenjährigen Sohn Christopher nach Mill Grove, eine Kleinstadt in Pennsylvania. Direkt am Waldrand beziehen sie ein kleines Haus. Doch kurz nach dem Umzug sieht Christopher seltsame Zeichen und hört Stimmen, die ihn in den Wald locken…

Nun ja, schon die Erwähnung der lächelnden Wolke auf dem Klappentext hätte mir verdächtig vorkommen müssen. Aber da im Buch neben den Motiven des Übersinnlichen auch mit denen der Geisteskrankheit gespielt wird, hätte das noch so durchgehen können. Wie so vieles zu Beginn des Buches.
Denn es geht erstmal recht spannend und atmosphärisch los und hat auch einige gruselige Momente, die Lust auf mehr machen.
Aber schon recht bald schleichen sich unlogische bis völlig lächerliche Sequenzen und Handlungsstränge ein, die man beim besten Willen nicht mehr ernst nehmen kann. Nun kann ja in einem fiktiven Roman mit übersinnlichen Elementen schon mal einiges etwas abwegig oder unlogisch sein, nur sollte man damit sehr sparsam umgehen. So versucht man bei Christophers Gespräch mit der Plastiktüte noch zähneknirschend beide Augen zuzudrücken, nur gibt es in diesem Buch gefühlte hundert Plastiktütenmomente…

Für mich ein gutes Beispiel, wie ein Autor das Maß überhaupt nicht findet und die Geschichte zu Tode eskaliert. Für mich war das Maß auf jeden Fall nach gut der Hälfte voll und ich habe mich für vorzeitigen Abbruch entschieden.
Weise Entscheidung, denn meine Lesepartnerin hat noch ein bisschen ins Ende reingelesen und das wurde ja noch viel schlimmer als erwartet und das heißt schon einiges…

Dieses Buch wird ja damit beworben, dass es an Stephen King erinnert. So kann man es auch ausdrücken, wenn jemand einfach munter abschreibt. Das ist an so vielen Stellen so dreist von ES abgekupfert, dass es mich echt geärgert hat.

Bewertung: 1.5 von 5.

Stephen Chbosky: Der unsichtbare Freund. München: Heyne Verlag, 2019

Ausgelesen: März 2021

Meine Bücher im März!

Zwei davon sind nicht mit auf dem Bild, der neue Murakami und Goldammers dritter Band. Also insgesamt ef Bücher sind es geworden, das ist ganz ordentlich. Dabei sind drei Neuerscheinungen aus diesem Monat und sage und schreibe fünf Bücher vom SuB, was mich besonders freut.

Lesehighlight war für mich:
📚 Min Jin Lee: Ein einfaches Leben

Gerne gelesen habe ich:
📚 Ewald Arenz: Der große Sommer
📚 Haruki Murakami: Erste Person Singular
📚 Hiromi Goto: Der Chor der Pilze
📚 H.G.Parry: Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep
📚 Frank Goldammer: Tausend Teufel
📚 Frank Goldammer: Vergessene Seelen

Zwiespältige war ich bei dem ersten Teil der Serie von
📚 Frank Goldammer: Der Angstmann

Die Rezensionen für Shafak und Voltenauer reiche ich noch in den nächsten Tagen nach!

Diesmal ist das Buch des Monats eine Neuerscheinung, die es erst seit Beginn des Monats im Buchhandel zu kaufen gibt. Aber diese Geschichte ist es wert, gelesen und beworben zu werden.
📚 Takis Würger: Noah

Und passend zum Frühlingsanfang ist der Klassiker des Monats ist ein Drama, das zu meinen liebsten gehört.
📚 Frank Wedekind: Frühlings Erwachen

Ausgelesen: Februar 2021

Da hab ich doch tatsächlich vergessen, hier über meine gelesenen Bücher im Februar zu berichten. Der Vollständigkeit halber hole ich das an nun nach, verbunden mit dem Vorsatz, dass in Zukunft möglichst zeitnah hochzuladen.

Der Februar war erstaunlich produktiv. Von meinen vier ausgesuchten Wälzern habe ich immerhin drei geschafft, die Optimisten habe ich mit in den März genommen. Insgesamt sind es sieben Bücher geworden.
.
Das Highlight des Monats war:
📚 Volker Kutscher: Olympia

Auch sehr gerne gelesen habe ich:
📚 Volker Kutscher: Marlow
📚 Sonja Weichand: schuld bewusstsein
📚 Stephen King: Das Institut

Und mit einigen Einschränkungen:
📚 Haruki Murakami: 1Q84

Zwiegespalten war ich bei:
📚 Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes

Flop des Monats:
📚 Marc Raabe: Zimmer 19

Das Buch des Monats ist ein Herzensbuch von mir, das ich hier gerne einmal vorstellen möchte. Sowohl inhaltlich auch auch stilistisch hat es mir ausgesprochen gut gefallen. Thematisch wirft es auch schon einen Blick voraus, auf den Weltfrauentag am 8. März.
📚 Laetitia Colombani: Der Zopf

Der Klassiker des Monats ist ein weiterer Roman, der zur beliebten Schullektüre geworden ist. Thematisch lohnenswert und gut zu analysieren.
📚 Alfred Andersch: Sansibar oder der letzte Grund