Marie Hermanson: Der Mann unter der Treppe

In der Rubrik Buch des Monats gibt es immer wieder Bücher, die nicht so gehyped sind und die euch ans Herz legen möchte. Kleine Geheimtipps sozusagen, so wie dieses…

Fredrik erfüllt sich und seiner Familie einen Herzenswunsch: ein eigenes Haus auf dem Land, in paradiesischer Lage. Und dann auch noch zu einem außergewöhnlich günstigen Preis. Doch schon bald bekommt die Familienidylle Risse. In dem Haus scheint sich noch eine weitere Person aufzuhalten. Ein fremder Mann, der behauptet, unter der Treppe zu wohnen. Nur scheinbar ist Fredrik der einzige, der diesen Mann bisher gesehen hat…
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Very scary….
Ja, ist schon ein bisschen unheimlich, aber auf angenehm schaurige Weise. Besonders gut gefällt mir hier das Spiel mit Motiven des Übernatürlichen und des Wahnsinns, was mich an Stephen King oder auch Ray Bradbury erinnert hat. Man weiß nie genau, was ist real, möglicherweise ein übernatürliches Phänomen und was passiert nur im Kopf des Protagonisten. Ich liebe solche Geschichten!

Die vermeintlich heile Welt gerät im Laufe der Handlung immer mehr aus den Fugen, was dramaturgisch gekonnt umgesetzt wurde. Ein gut gemachter Thriller, der nicht durch viel Action lebt, sondern durch die Dinge, die im Kopf passieren. Und über die Grenzen des Verstandes hinaus.

Bewertung: 4.5 von 5.

Marie Hermanson: Der Mann unter der Treppe. Frankfurt am Main. Suhrkamp Verlag, 2007

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